Mein Weg zu Breathwork begann mit einer Herz-OP. Was danach kam, war schwerer als die Operation selbst – ein emotionales Trauma, dazu die Frage, wie es weitergehen soll. Ich führte damals neben meiner Sprachschule noch eine Tätigkeit als Außendienstmitarbeiter. Zwei Jobs, ein angeschlagenes Herz, eine Seele, die sich neu orientieren musste. Ich brauchte etwas, das wirklich hilft.
So kam ich zu Pranayama, dann zu Wim Hof, dann zur HeartMath-Methode, für die ich eine Coach-Ausbildung machte. Irgendwann stieß ich auf Psychedelic Breath®. Die Klarheit nach der ersten Session, das Gefühl von Weite – das war anders als alles zuvor. Meine erste Session machte ich bei Eva Kaczor. Danach wollte ich mehr.
Was mich beim ersten Kontakt zum Teacher Training überzeugte: Eva führte das Erstgespräch selbst. Keine Assistentin, kein Formular. Das hat mir etwas über ihre Haltung gezeigt – noch bevor die Ausbildung begann.
Was ist Psychedelic Breath®?
Psychedelic Breath® besteht aus zwei Teilen: rhythmisches, intensives Atmen und Breathholds – gezieltes Atemanhalten. Diese Kombination erzeugt veränderte Bewusstseinszustände ohne Substanzen. Die Methode wurde von Eva Kaczor entwickelt und verbindet Atemphysiologie mit einem klaren Session-Protokoll. Mehr Hintergrund dazu in meinem Artikel über Psychedelic Breath.
Eva Kaczor – Wer sie ist und wie sie unterrichtet
Eva Kaczor ist Diplom-Psychologin, Purpose Coach und Gründerin von PSYCHEDELIC BREATH®. Sie hat über 80.000 Menschen mit der Methode erreicht und mehr als 400 Lehrer ausgebildet. Ihr Ansatz verbindet Breathwork, Neurowissenschaft und elektronische Musik – sie kommt aus der Berliner Rave-Kultur, und das spürt man in der Methode. Ihr eigener Weg war nicht geradlinig: chronische Schmerzen als Teenager, später ein Burnout. Daraus entstand ihre Philosophie “From Pain to Purpose”.
Als jemand, der seit über zehn Jahren selbst unterrichtet, kann ich gut einschätzen: Eva kann lehren. Sie erklärt so, dass es ankommt – nicht nur im Kopf, sondern im Körper. Sie gibt Raum für Fragen, ohne die Gruppe zu verlieren, und sie weiß, wann es Zeit ist aufzuhören zu erklären und einfach zu atmen.
Wie ist das Training aufgebaut?
Das Training besteht aus zwei Modulen. Der theoretische Teil – Physiologie, Didaktik, Hintergrundwissen – wird online vermittelt, kombiniert mit praktischen Atemübungen in der digitalen Session. Das funktioniert gut. Das Unterrichten selbst findet dann face-to-face statt. Wer lernen möchte, wie man einen Raum hält und eine Gruppe durch intensive Zustände begleitet, muss das live erfahren – das lässt sich nicht über einen Bildschirm vollständig vermitteln.
Was in der Ausbildung behandelt wird
Inhaltlich geht es um Atemphysiologie – Bohr-Effekt, CO₂-Toleranz, neurophysiologische Grundlagen –, Vorbereitung und Durchführung von Sessions sowie Nachintegration und Gruppenführung.
Zaccaro et al. (2018) zeigten in Frontiers in Human Neuroscience, dass rhythmisches Atmen den Parasympathikus aktiviert und Cortisol messbar reduziert. Eva erklärt diese Zusammenhänge in der Tiefe – nicht als Folienwissen, sondern anwendungsbezogen.
Dazu kamen Themen, die ich so nicht erwartet hatte: Düfte und ihre Wirkung im Breathwork-Setting, technisches Equipment für Online-Sessions und der bewusste Einsatz von Musik. Musik ist bei Psychedelic Breath® kein Hintergrund, sondern ein aktiver Teil des Prozesses. Auch Marketing wurde behandelt – wie man sich als Facilitator aufstellt und Teilnehmer gewinnt. Das ist ein Bereich, den viele Ausbildungen übergehen.
Die Gruppe, die Location und das Drumherum
Das face-to-face Modul fand in der Nähe von Berlin statt – abgelegen, ruhig, Wälder und Wiesen direkt vor der Tür. Für mich war die Anreise weit, aber es hat sich gelohnt. Jeden Morgen bin ich spazieren gegangen. Das Essen war vegetarisch und mit echter Sorgfalt zubereitet. Sauna, Feuerstelle, ordentliche Zimmer. Das Umfeld hat zum Inhalt gepasst. Ich schreibe das aus meiner eigenen Erfahrung – wie Eva zukünftige Trainings organisiert, kann sich natürlich ändern.
Die Gruppe bestand aus Coaches, Therapeuten, Yogalehrerinnen, Unternehmern. Was alle verband, war eine ernsthafte Auseinandersetzung mit sich selbst. Wir haben zusammen Ecstatic Dance gemacht, Yoga war im Angebot. Es war keine typische Kursgruppe – man hat sich gegenseitig geholfen und ist mit Gleichgesinnten zusammengekommen.
Prüfung und Zertifizierung
Am Ende des Live-Moduls steht eine Prüfung. Danach folgen sechs Practice Sessions, die du eigenständig und kostenlos anbietest. Die Teilnehmer füllen Feedbackbögen aus, die du an Eva schickst – sie schaut sich das persönlich an. Den Abschluss bildet ein Coaching Call direkt mit Eva, nach dem du zertifiziert wirst. Der Prozess ist bewusst praxisorientiert: Man zeigt nicht nur, dass man die Theorie kennt, sondern dass man die Methode wirklich anwenden kann.
Was mir persönlich gut gefallen hat
Eva hat jede E-Mail selbst beantwortet. Jede Frage – vor, während und nach dem Training – wurde ernst genommen. Man hat sich nie durch einen Filter kämpfen müssen. Das persönliche Interview zu Beginn, die Art wie sie mit der Gruppe umgegangen ist, wie sie auf jeden Einzelnen eingegangen ist – das ist nicht selbstverständlich. Man merkt, dass es ihr nicht nur um die Methode geht, sondern auch darum, was aus den Menschen wird, die sie ausbildet.
Fazit
Wenn du Psychedelic Breath® lernen und weitergeben möchtest, ist Eva Kaczor eine solide Adresse dafür. Der Inhalt stimmt, die Begleitung stimmt, und man geht nicht nur mit einem Zertifikat nach Hause. Man verlässt die Ausbildung mit einem Fundament – fachlich und praktisch.
Brauche ich Vorerfahrung mit Breathwork?
Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend. Eva führt mit jedem Interessierten ein persönliches Interview und entscheidet individuell. Eine eigene Session – zum Beispiel eine Transformative Breathwork Session – vorab ist ein sinnvoller Einstieg.
Kann man das Teacher Training komplett online machen?
Nein. Der Theorieteil findet online statt, das Unterrichten selbst muss face-to-face gelernt werden. Wer sich für Breathwork online als Format interessiert, bekommt dafür in der Ausbildung ebenfalls Werkzeuge an die Hand.
Was kostet das Teacher Training und wie lange dauert es?
Preise und aktuelle Termine erfährst du direkt bei Eva Kaczor im persönlichen Erstgespräch.
Was brauche ich technisch für die Teilnahme?
Du benötigst einen Computer, ein Tablet oder Smartphone mit Kamera und Mikrofon sowie einen Zoom-Account (kostenlos). Eine stabile Internetverbindung und ein ruhiger Raum, in dem du dich hinlegen kannst, sind ideal.





